PDA Agenda VR3

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Der Agenda VR3 war der erste „reine Linux“-PDA (Personal Digital Assistant), der im Mai 2001 von Agenda Computing, Inc. aus Irvine, Kalifornien, auf den Markt gebracht wurde. Der VR3 wurde im August 2000 auf der LinuxWorld Conference und Expo von Agenda Computing vorgestellt. Das Unternehmen war zu diesem Zeitpunkt „eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des börsennotierten Elektronik-Herstellungsriesen Kessel International Holdings mit Sitz in Hongkong“. Ein Entwicklermodell, der VR3d, war bereits im Dezember desselben Jahres erhältlich.

Gegen Ende des Jahres 2001 fiel der Preis des VR3 bei einigen US-Einzelhändlern von 249 $ auf 119 $. Dies ließ Spekulationen darüber aufkommen, ob das angekündigte Nachfolgemodell VR5 (ein Handheld mit Farbdisplay) kurz vor der Veröffentlichung stand oder ob Agenda Computing das Geschäft aufgeben würde. Nach dem Ende von Agenda Computing im April 2002 wurde das Gerät unter dem Namen „Softfield Vr3“ von Softfield Technologies aus Toronto, Kanada, vertrieben. Bis Juli 2008 war das Gerät weiterhin über SoftField erhältlich.

Der VR3 hatte die Maße 4,5" x 3,0" x 0,8" (ca. 11,4 x 7,6 x 2,0 cm). Er besaß einen 2,25" x 3,25" (ca. 5,7 x 8,3 cm) großen, hintergrundbeleuchteten Monochrom-LCD-Touchscreen mit einer Auflösung von 160x240 Pixeln. Das Gerät war mit einer 66-MHz-MIPS-CPU, 8 MB RAM und 16 MB integriertem Flash-Speicher ausgestattet.

Als Eingabemöglichkeiten bot er Tasten für bestimmte Aktionen (wie Seite-auf/ab und Links/Rechts), das Einschalten per Stylus (Eingabestift), virtuelle Tasten auf dem Bildschirm zum Starten von Anwendungen sowie eine integrierte Mikrofonbuchse. Zudem verfügte das Gerät über einen Benachrichtigungssummer, eine LED-Statusleuchte, einen IrDA-Infrarotanschluss und eine RS232-Schnittstelle.

Betrieben wurde der PDA mit zwei AAA-Batterien. Die Verbindung zum PC erfolgte über ein RS232-Kabel oder eine Dockingstation, an die das Kabel angeschlossen wurde. Beide Varianten verfügten über eine Taste zum Starten der Synchronisationssoftware.

Der VR3 wurde mit der Linux-Kernel-Version 2.4.0, XFree86, dem Terminal-Emulator Rxvt, der Bash-Shell sowie einer Benutzeroberfläche ausgeliefert, die auf der FLTK-Grafikbibliothek basierte. Er enthielt eine Bildschirmtastatur und eine Handschrifterkennungssoftware sowie eine Reihe von PIM-Anwendungen (Personal Information Management) – darunter eine Ausgabenverwaltung, ein E-Mail-Programm, eine To-Do-Liste, eine Kontaktdatenbank und einen Kalender –, Spiele und weitere Werkzeuge. Es war zudem möglich, über Telnet, FTP und Remote-X-Verbindungen auf das Gerät zuzugreifen. Zahlreiche Anwendungen wurden von Drittanbietern entwickelt; im Agenda-Software-Repository waren bis Ende 2003 fast 200 Titel gelistet. (Quelle: Wikipedia, http://en.wikipedia.org/wiki/Agenda_VR3)