LNdW 2017

So viele Gäste hatten wir noch nie an einem Abend!

Die Lange Nacht der Wissenschaften 2017 am 24. Juni 2017 war für das Computermuseum als ein Teil der Gesamtprogramms der HTW Berlin ein voller Erfolg.

Dank einer guten Planung und Vorbereitung durch Hr. Prof. Rump, Hr. Dr. Feige und die Studierenden des Studienganges Museumskunde hatten wir für das jährliche Highlight unseres öffentlichen Auftritts wieder sieben Stationen zu verschiedenen Inhalten vorbereitet. Und natürlich waren auch die Ehrenamtlichen des Computermuseums mit dabei.

Es gab aber auch interessante Neuigkeiten wie zum Beispiel Stationen mit einem Vergleich der Heimcomputer in Ost und West. So wurden u. a. Zahlen und Statistiken zu diesem Thema präsentiert. In einer Station gleich nebenan konnte auf einen Heimcomputer aus der DDR – einem KC 85/3 – mit der Programmiersprache BASIC experimentiert werden. Man konnte ein Gefühl dafür bekommen, wie viel Geduld  vor 30 Jahren bei der Abreit an einem Heimcomputer benötigt wurde. Außerdem gab es viel Wissenswertes rund um die Heimcomputer.

Stark nachgefragt war auch die Klassik-Spiel-Station. Der alte Spieleklassiker Pacman konnte auf verschiedenen Hardwareplattformen ausprobiert und gespielt werden. Zu vergleichen waren dabei z. B. die Grafik, die Bedienung und vor allem die Geschwindigkeit dieses Spiels. Höhepunkt war hier das Spielen auf einem alten Heimcomputer von Commodore, auf dem legendären C64 – auch Brotkasten genannt wegen seines Designs. Gleichzeitig diente dieses Exponat auch als Gegenstück zum KC85, dem DDR-Heimcomputer.

Für die Auflockerung im Computer- und Rechenstress sorgte eine weitere „Station“. Hier gab es gegen kleines Entgelt Computercocktails und Pacman-Kekse.  Die Angebote waren sehr stark nachgefragt und es herrschte ständig Betrieb. Neben gesunden Mixturen, die auch für Kinder geeignet waren, gab es auch einen Cocktail für Erwachsene.

Es gab aber auch Stationen mit bewährtem Inhalt wie die zum Rechnen ohne Strom oder zum Rechenschieber. Hier konnte man selbst Hand anlegen und gerade Kinder nutzten die Möglichkeit, selbst einmal mit der mechanischen Rechenmaschine zu rattern oder mit dem Addiator zu addieren oder zu subtrahieren. Und man konnte sich an einem alten Schulrechner erklären lassen, wie ein Rechenstab funktioniert. Ebenso war es möglich, am Rechenbrett nachzuvollziehen, wie Adam Ries gerechnet hat.

Von Beginn der LNdW an hatten wir ständig „volle Hütte“. Es war ein ständiges Kommen und Gehen, immerzu wurden alle Stationen belagert und die Angebote ausprobiert. Selbst kurz vor Schluss um 23:30 kamen noch einige neue Besucher und wollten „nur noch mal schnell gucken …“.

Nebenher gab es natürlich auch unsere normalen Führungen durch das Computermuseum einschließlich des Angebotes, an den historischen Rechnern zu arbeiten.  Dank Hr. Prof. Oßwald wurde auch dieser Teil souverän bespielt.

Um Mitternacht begannen wir dann mit dem Abbau der Stationen und dem Aufräumen. Das ging relativ schnell, da alle Beteiligten zufassten. Ziemlich erschöpft und mit heiseren Stimmen vom vielen Erklären verabschiedeten wir uns dann aus dieser erfolgreichen Veranstaltung.

Fazit: Ein voller Erfolg! So viele Gäste waren wirklich noch nie bei uns. Meiner unmaßgeblichen Schätzung nach – ich muss allerdings zugeben, an dieser Stelle ein ungenauer Schätzer zu sein – hatten wir an diesem Abend zirka 500 aktive Besucher. Ob wir das im nächsten Jahr toppen können?

 

 

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