Rechenstab

W/2013/07/00038

Der vorliegende Rechenschieber (Nr.: 1731421) stammt aus der Produktion der Meissner KG in der DDR. Er gehört zur Familie der nach dem System Rietz aufgebauten Rechenschieber, die über Jahrzehnte weiterentwickelt wurden.

Die Meissner KG fertigte verschiedene Modelle auf Grundlage des Rietz-Systems. Zu den Weiterentwicklungen zählen unter anderem:
  • System Rietz (1967): klassische Skalenanordnung nach Rietz
  • Rietz Novo (1972): versetzte Skalen, Einseitenmodell
  • Mono Rietz: Einseitenmodell mit Skalenanordnung des Rietz-Systems
  • Rietz Arcus (1970): ähnlich dem Rietz Novo, jedoch mit veränderten trigonometrischen Skalen
  • Rietz Arcus LL (1974): Erweiterung um Exponentialskalen auf der Rückseite

Bei späteren Modellen wurden die trigonometrischen Skalen zunächst auf die Rückseite verlagert. Die Modelle Mono Rietz und Rietz Novo kehrten jedoch wieder zum Einseitenprinzip zurück. Ähnliche Entwicklungslinien gab es auch beim System Darmstadt.

Weitere Rechenschiebermodelle aus diesem Umfeld sind unter anderem der VEB Mantissa Multi Taschenstab, der auf Meissner-Entwicklungen basierende Mono Rietz, der Meissner Electric sowie verschiedene Modelle nach dem System Darmstadt und Weiterentwicklungen wie Record, Progress, Trim und Trim LL.

(Quelle: http://www.rechnerlexikon.de/artikel/Rechenschieber_aus_Dresden_und_Bad_Liebenwerda#Rechenschieber_Meissner_KG_(Holzmodelle))

Das Objekt stammt aus der Ewert’schen Rechenmaschinensammlung von Oberingenieur Artur Ewert, Berlin. Es wurde von Frau A. Much aus Berlin, der Erbin von Artur Ewert, erworben. Die Sammlung ist heute nicht mehr vollständig erhalten.

Das vorliegende Teilkonvolut umfasst die Objekte W/2013/07/34, W/2013/07/35, W/2013/07/36, W/2013/07/37 und W/2013/07/38. Es wurde 1985 für 125 DM erworben.