Power Macintosh 7500/100 (Power Pc)

W/2013/01/00017

Der auf der „TNT“-Architektur basierende Apple Power Macintosh 7500/100 ist mit einem 100 MHz schnellen PowerPC-601-Prozessor ausgestattet. Er verfügt über 8 MB oder 16 MB RAM, eine 500 MB oder 1,0 GB große Festplatte, ein 4-fach CD-ROM-Laufwerk sowie integrierte S-Video- und Cinch-Anschlüsse (RCA) für Video- und Audio-Eingänge. Dieses Modell unterstützt die Verarbeitung eines einzelnen Videostreams, ist jedoch nicht für Dual-Stream-Ausgaben ausgelegt.

Obwohl das Gehäuse des Power Macintosh 7500 optisch den älteren, höher gebauten Mac-Desktop-Gehäusen ähnelt, besitzt es ein völlig neues, aufklappbares Innendesign (auch „Outrigger“-Chassis genannt). Dieses macht Erweiterungen erheblich einfacher, da die gesamte Hauptplatine zugänglich wird, sobald man die klappbaren Laufwerkshalterungen öffnet.

Der Power Macintosh 7500 war einer der ersten Mac-Rechner mit PCI-Steckplätzen, die Apple herstellte. Er wurde im Oktober 1995 zusammen mit dem Power Macintosh 7200 und dem Power Macintosh 8500 auf den Markt gebracht. Der 100-MHz-Prozessor des 7500 sitzt auf einer separaten Tochterkarte und lässt sich somit austauschen. Obwohl das System umfassende Videoeingänge für Composite- und S-Video bietet, besitzt es keine Videoausgänge. Der 7500 war nämlich primär als Videokonferenzsystem gedacht und nicht als Maschine für den Multimediaschnitt – diese Aufgabe war dem größeren Modell 8500 vorbehalten.

Vom 7500 gab es zwei abgeleitete Modelle:
  • Power Macintosh 7600: Identisch mit dem 7500, nutzte jedoch einen neueren PowerPC-604- oder 604e-Prozessor anstelle des 601.
  • Power Macintosh 7300: Identisch mit dem 7600, besaß jedoch nicht die Videoeingänge des 7500 und 7600.

Bei dem 7500 und seinen Varianten läuft der Systembus mit 45 MHz oder 50 MHz (festgelegt durch die CPU-Tochterkarte); die CPU arbeitet mit ganzzahligen oder halbgandzahligen Vielfachen dieser Geschwindigkeit. Die Bus-Architektur gilt als zickig und reagiert empfindlich auf unterschiedliche Arten von Arbeitsspeicher (RAM) oder Level-2-Cache (L2). Einige Prozessor-Upgrades von Drittanbietern versuchen, den Systembus mit einer höheren Taktrate zu betreiben – ein stabiler Erfolg ist dabei jedoch nicht garantiert.