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Als die Bildschirme noch grün waren ...



... und auch weit davor konnte der Mensch mit Hilfe von Werkzeugen und Hilfsmitteln rechnen und Daten speichern.

Die Geschichte des Rechnens, der Hilfsmittel und Methoden ist so alt wie die Menschheit selbst. Ob es die Finger waren, Steine oder Muscheln, Rechenstäbe, Lochkarten, analoge, digitale, mechanische oder elektronische Rechner, grüne Monitore - zu jeder Zeit hat der Mensch versucht, sich die Arbeit mit Zahlen und Daten zu vereinfachen. Wir müssen kurz etwas ausrechnen? Einfach das Handy zücken, den Taschenrechner rausholen und die Zahlen eintippen - zack, da steht das Ergebnis schon. Wie hieß doch gleich der Film mit dem Dings, na, dem Rollstuhlfahrer und dem Farbigen? An den nächsten Rechner, Browser an und dann Google gefragt - dort wird das Ergebnis in kürzester Zeit aus den Datenbanken rausgesucht. Aber wie war das vorher, früher, als es noch keine Computer für jedermann, kein Internet und keine Handys gab? Da gab es andere Hilfsmittel. Selbst die ersten Computer sahen anders aus als wir sie heute kennen. Genau: Zum Beispiel waren Monitore grün.

Im Computermuseum der HTW Berlin können die Besucher einige der alten Hilfsmittel und Geräte sehen, anfassen und vorgeführt bekommen.

Wer kennt noch den legendären Brotkasten? So hieß der Commodore C64, einer der ersten und vor allem in der ehemaligen BRD weit verbreiteten Heimcomputer. Sein Gehäuse erinnerte ein wenig an einen Brotkasten. So kam er zu seinem Spitznamen. Auch sein Gegenstück aus der ehemaligen DDR könnt Ihr im Museum sehen. Die KC-Baureihe ist komplett und voll funktionsfähig vorhanden.

Kann man Daten hören? Ja, man kann. Daten wurden früher auf Magnetbänder gespeichert. Für Heimcomputer nahm man dafür Kassettenrecorder, die ebenfalls für Musikaufnahmen und -abspielen benutzt wurden. Das war einfach und preiswert. Wenn man den Lautstärkeregler aufdreht, könnt Ihr Daten hören. Ach ja, Kassetten? Das war neben der Schallplatte der Vorgänger der CD und selbst die CD ist heute schon wieder ein Auslaufmodell.

übrigens: Eine Datenschallplatte kann im Museum auch bewundert werden. Die gibt es wirklich!

Wie funktioniert eigentlich so ein Rechner? Irgendwie mit L und 0, mit Takt und Ein-/ Ausgabe. Anhand eines - ebenfalls historischen - Modells können wir einen Addierer in Funktion zeigen. Wenn man Takt um Takt an den blinkenden Lämpchen nachvollziehen kann, wie das "Ding" eigentlich rechnet, hat man in das Herz jedes Computers geschaut. Das Gerät ist sozusagen der primitivste Prozessor, der UrUrUrOpa jedes Pentium. Viel größer, viel langsamer, von Hand bedienbar - aber das Prinzip ist auch das, nach dem heute noch Prozessoren funktionieren.

Neuigkeiten

Wir planen Neues
Wir = eine kleine Gruppe ehrenamtlicher Mitstreiter im Projekt und Mitarbeiter der HTW. Wir stehen jetzt vor der Aufgabe, das Projekt die nächsten 10 Jahre zu etablieren. Die Sammlung hat das “verdient”. Und die Erfahrungen der vergangenen 10 Jahre zeigen, dass es sich lohnt, weiter zu arbeiten an der Ausstellung, den Angeboten für die Kollegen an der HTW im Rahmen von Lehrveranstaltungen, den Aktionen wie unserem Auftritt zur Langen Nacht der Wissenschaften, den Führungen insbesondere für Schulklassen.
Natürlich freuen wir uns auch über jeden Mitstreiter außerhalb solcher Projektarbeit. Nur zu –
030-5019-3219.
Prof. Dr. Frank Burghardt

Frank.Burghardt@HTW-Berlin.de

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